Mai 2026
EMAS ist nicht irgendein Zertifikat, sondern gelebte Routine
Seit 2022 sind wir EMAS-zertifiziert und stellen uns nun der Rezertifizierung. Unser Umweltmanagementbeauftragter Wolfgang Wollensack erklärt, was dahintersteckt, wo die Aufgaben liegen und warum sich der Blick ins Detail lohnt.
Was bedeutet eine EMAS-Rezertifizierung?
Was sind die Aufgaben der Umweltmanagementbeauftragter in dieser Phase?
In erster Linie koordinieren, managen, kommunizieren. Die Datenerhebung muss organisiert werden, die Abstimmung mit den einzelnen Fachbereichen ist zentral und die erforderlichen Unterlagen müssen vollständig und EMAS-konform für die Prüfung vorbereitet werden. Das Zusammenführen aller Daten kostet Zeit, hilft aber langfristig auch, Maßnahmen nachzuhalten und mögliche Lücken frühzeitig zu erkennen.
Als Ansprechpartner für den externen Umweltgutachter plane und manage ich außerdem die Vor-Ort-Besuche, begleite die Begehung und bereite den Bericht für die Geschäftsführung vor. Darin werden die gesetzten Ziele bewertet und neue Ziele festgelegt.
Das ist manchmal herausfordernd, denn alles, was EMAS verlangt, muss richtig, vollständig und transparent belegbar sein. Aber es macht auch viel Freude, die positive Entwicklung zu sehen.
Warum hat die wvgw ein Umweltmanagementsystem nach EMAS eingeführt?
Weil wir Verantwortung nicht nur behaupten, sondern tatsächlich übernehmen und dies nachvollziehbar zeigen möchten. EMAS ist für uns eine strukturierte und glaubwürdige Möglichkeit, unsere Umweltleistungen messbar zu verbessern. Es hilft uns, unser Engagement transparent darzustellen und Rechtssicherheit zu stärken. Gleichzeitig macht EMAS auch unsere Schwachstellen sichtbar, sodass wir gezielt gegensteuern können.
Kurz: EMAS ist für uns nicht irgendein Zertifikat, sondern gelebte Routine.
In langjährigen EMAS-Betrieben kann eine gewisse Rezertifizierungsmüdigkeit entstehen. Wie kann man dieser entgegenwirken?
EMAS sollte nicht als bürokratische Pflicht verstanden werden, sondern als praktisches Steuerungselement für den Unternehmensalltag. Wichtig ist, die konkreten Fortschritte immer wieder sichtbar zu machen, zum Beispiel wie viel Energie gespart oder Abfall reduziert wurde. Wenn Mitarbeitende merken, was sich konkret verbessert hat, steigen Akzeptanz und Motivation. Abteilungsübergreifende Projektteams und jüngere Mitarbeitende bringen oft neue Impulse. Und: Erfolge sollten sichtbar gemacht werden, denn EMAS ist immer eine Teamleistung.
Vielen Dank für das Gespräch!
Wolfgang Wollensack ist Umweltmanagementbeauftragter der wvgw media GmbH. In seiner Funktion kümmert er sich um die Umsetzung von EMAS und ist Ansprechpartner für die Geschäftsführung.
Telefon: +49 228 9191-417
E-Mail: wollensack@wvgw.de
Hier finden Sie weitere Informationen zu unserer EMAS-Zertifizierung.